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Fan-Feste 2006

Fan Feste in allen zwölf FIFA WM-Städten

Die zwölf Austragungsorte der FIFA WM 2006™, das OK und die FIFA haben sich auf ein Gesamtkonzept zur Live-Übertragung von WM-Spielen auf Großbildleinwänden („Public Viewing“) verständigt, welches den einheimischen Fans und den Besuchern aus aller Welt bei der WM im nächsten Jahr ein einmaliges Erlebnis bieten wird.
Unter dem Namen "Fan Fest FIFA WM 2006™" werden über den gesamten Zeitraum der WM in allen zwölf Städten auf den jeweils besten Plätzen die so genannten Public Viewing Veranstaltungen stattfinden. Rund um die Uhr, 24 Stunden Tag für Tag, werden die Fan Feste jeweils zu den zentralen Anlaufstellen. Ein gemeinsam entwickeltes Rahmenkonzept und Design vereint die ansonsten lokal und unterschiedlich ausgerichteten Veranstaltungen zu der wohl größten Fußball-Party aller Zeiten in Deutschland. Besonders hervorzuheben ist, dass sowohl die Live-Übertragung der WM-Spiele als auch das umfangreiche Rahmenprogramm den Zuschauern von jeder Stadt kostenlos angeboten werden.
FIFA-Generalsekretär Dr. Urs Linsi: "Es ist ein absolutes Novum in der WM-Geschichte, dass sich die Austragungsorte in dieser Form zu einer gemeinsamen Konzeption im Sinne der Fans entschlossen haben. Es ist allen Beteiligten gelungen, in engagierter Zusammenarbeit ein Gemeinschaftserlebnis in den zwölf Städten zu schaffen. Ich freue mich ganz besonders, dass mit Coca-Cola, Hyundai und Toshiba sowie einem weiteren Unternehmen, welches in Kürze bekannt gegeben wird, vier unserer FIFA Partner beabsichtigen, sich zusätzlich zu ihrem WM-Engagement auch hier als Offizieller Partner des Fan Fest FIFA WM 2006™ einzubringen und damit die Städte in erheblichem Masse zu unterstützen. Ohne diese Unterstützung wäre eine solch umfangreiche Veranstaltung sicher nicht möglich".
OK-Präsident Franz Beckenbauer ergänzt: "Die FIFA, unser OK und die Städte haben auch hier hervorragend zusammengearbeitet. Angesichts des gigantischen Zuschauer-Interesses sahen wir uns in der Pflicht, den vielen Fans, die leider keine Karte bekommen, trotzdem WM-Atmosphäre anzubieten. Dies wird uns nun gelingen, da wir jetzt in jeder Stadt praktisch zwei WM-Austragungsstätten haben werden: das Stadion und das offizielle Fan Fest."
Zufrieden zeigen sich insbesondere auch die WM-Verantwortlichen der zwölf Städte. Das Resümee des Sprechers der FIFA WM-Städte, Jürgen Kießling von der Berliner Senatsverwaltung, fällt sehr positiv aus: "Durch den engen Schulterschluss und die Solidarität aller zwölf Städte sowie die gute Zusammenarbeit mit der FIFA und dem OK haben wir gemeinsam die Basis gelegt für ein städteübergreifendes Fest, welches der besonderen Stellung der Ausrichterstädte gerecht wird. Die Städte wollen neben der Live-Übertragung ein buntes und interessantes Unterhaltungs- und Showprogramm mit lokalem Flair bieten und damit fröhliche und friedvolle Bilder aus den Innenstädten in die Welt zu schicken. Die Fans uns Besucher können sich darauf freuen."
Eine wichtige Voraussetzung für das Fan Fest FIFA WM 2006™ war die bereits im letzten Jahr zwischen FIFA, OK und der Infront Sports & Media AG getroffene Vereinbarung, nach der den Städten die Lizenzrechte für diese offiziellen Public Viewing Events von Infront kostenfrei überlassen werden. Das TV-Signal wird zur Verfügung gestellt von den drei "Free TV"- Stationen, die für Deutschland die Fernsehrechte von Infront erworben haben, nämlich ARD, ZDF und RTL.
Günter Netzer von der Infront Sports & Media AG: "Mit Blick auf die nun abgeschlossenen TV-Verträge für Deutschland hatten wir uns schon frühzeitig entschieden, für die kommerziellen Public Viewing Veranstaltungen in den zwölf Austragungsstädten eine besondere Regelung zu treffen und diesen kostenfrei die Lizenz zu erteilen. Dies ist eine Geste für diese Städte, die ja erhebliche Beiträge zum Gelingen der WM beisteuern, aber vor allem auch im Sinne der Fans und Besucher."
Zudem hat man sich mit ARD und den Landesrundfunkanstalten bereits grundsätzlich über eine Medienkooperation verständigt, um eine umfangreiche lokale und nationale Berichterstattung von den Fan Festen zu gewährleisten.
Ein erheblicher Anteil der städtischen Organisationskosten soll durch das finanzielle Engagement der vier FIFA Partner gedeckt werden. Ihre Gelder werden dazu verwendet, jeder Stadt wichtige Infrastruktur (Leinwand, Bühne, Licht und Ton) zur Verfügung zu stellen. Zur Refinanzierung ihrer sonstigen Organisationskosten (Genehmigungen, Sicherheit, Reinigung etc.) können die Städte Standmieten und Umsatzbeteiligungen erheben oder auch mit lokalen und regionalen Unternehmen als Sponsoren zusammenarbeiten, sofern diese nicht im Wettbewerb mit den 15 FIFA Partnern oder 6 Nationalen Förderern stehen.
Das Gesamtkonzept ist beschlossen, entsprechende Erklärungen sind zwischen den Beteiligten bereits unterzeichnet worden. Weitere Details der Zusammenarbeit werden nun in der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Städte, der FIFA, des OK sowie den vier FIFA Partnern erarbeitet. An erster Stelle steht dabei die Endabstimmung des gemeinsamen Logos sowie des visuellen Erscheinungsbildes, welches in allen zwölf Städten im offiziellen WM-Look eingebettet und einheitlich sein wird.
FIFA und OK stellen nochmals heraus, dass sie selbst keine Veranstalterrolle bei den Fan Festen übernehmen, sondern diese in Eigenregie von der jeweiligen Stadt wahrgenommen wird. "Die Verantwortung für die Organisation und insbesondere die Sicherheit vor Ort liegt bei den einzelnen Städten und den lokalen Sicherheitsbehörden. Um jedoch einheitliche Sicherheitsstandards bei allen Veranstaltungen zu gewährleisten, wird sich das OK gemeinsam mit Bund und Ländern im Rahmen des Nationalen Sicherheitskonzeptes für die WM auch mit diesem Thema beschäftigen. Zudem werden wir unsere mobilen Fanbotschaften, also die Informations-Anlaufstellen für alle Besucher, bei den Fan Festen aufstellen. Die Fans aus aller Welt sollen bestens unterhalten werden, tolle Spiele sehen, Spaß haben, aber natürlich auch jede mögliche Hilfe erhalten, damit sie sich wohl fühlen. Schließlich soll die WM in Deutschland für sie zu einem unvergesslichen Erlebnis werden", erklärt der 1. OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt.

Quelle: OK 2006 - Pressemitteilung Nr. 19/ 2005 vom 7.4.2005